Aktuelle Kolumne vom 20.05.2013

Lucinda Rileydaumen rauf

Der Lavendelgarten

derlavendelgartenSüdfrankreich, 1998. Emilie de la Martinières ist aristokratischer Herkunft, wollte es aber nie sein. Sie hat sich ihr eigenes Leben aufgebaut und ist nun Tierärztin in Paris. Doch als ihre glamouröse, unnahbare Mutter Valérie stirbt, kehrt sie zurück in das herrschaftliche Château in der Provence. Das Erbe der Familie lastet nun allein auf Emilies Schultern. Sie muss viele Entscheidungen treffen. Sie lernt dabei den Engländer Sebastian kennen und lieben. Emilie erfährt von einem Angestellten des Château, dass Sebastians Großmutter Constance schon einmal hier war. Und ihre dramatische Geschichte führt zurück ins Jahr 1943, in das von den Deutschen besetzte Frankreich.

Wie macht sie das nur? Lucinda Riley schreibt Geschichten, die einen tief ins Herz treffen und aus dem Kopf nicht mehr verschwinden. Nach „Das Orchideenhaus“ und „Das Mädchen auf der Klippe“ nun ihr dritter Bestseller „Der Lavendelgarten“. Wieder eine Geschichte voller Geheimnisse und unerhört viel Spannung, faszinierender Figuren, großen Überraschungen, herrlichen Landstrichen und Umgebungen. Lucinda Riley = Lesen, rasend schnell, weil man jede Seite wie ein Schwamm in sich aufsaugt. „Der Lavendelgarten“ entwickelte sich von einer schönen und heiklen Liebesgeschichte zu einem Agenten-Thriller, der im 2. Weltkrieg spielt. Riley schreibt, wie man es aus den beiden Vorgängerromanen kennt, gleich zwei Romane und verbindet sie zu einer großen und außergewöhnlichen Geschichte. Eine berauschende Lektüre!

Auch als Hörbuch erhältlich bei der Hörverlag. Simone Kabst verleiht mit ihrer Stimme der Geschichte die besondere Aura die sie verdient. 14,99 Euro.

Goldmann, 508 Seiten; 9,99 Euro


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Alex Dengler

Blätter treiben im Wind

Cover Blaetter treiben im WindBoston, Massachusetts. Donna Parrish entdeckt im Internet zufällig einen gefühlvollen Liebesbrief. Dort ist er nur kurze Zeit zu lesen. Donna hat sich den Liebesbrief aber ausgedruckt. Geschrieben ist er von einem T. Sie ahnt, dass sich dahinter ein Mann mit großen Gefühlen verbergen muss. Donna begibt sich auf Spurensuche und findet den Namen des Schreibers heraus: Tom Avellone. Donna schreibt Tom. Sie hofft, dass Tom der Mensch ist, der sie versteht und bei dem sie sich für immer fallen lassen kann. Zwischen ihnen entsteht ein Briefwechsel, der keine Zweifel offen lässt. Sie sind füreinander bestimmt. Dann fährt Donna für ein Wochenende zu Tom nach Vermont, wo gerade der Indian Summer begonnen hat. Es folgen 25 Stunden, die ihrer beider Leben für immer verändern werden.

                          Inspiriert von einer wahren Geschichte.

Hier können Sie "Blätter treiben im Wind" als eBook kaufen.


Friedrich Dönhoffdaumen runter

Seeluft

seeluftZwischen den Aktivisten von Ökopolis und der Hamburger Reederei Köhn herrscht Streit. Den einen geht es um die Umwelt, den anderen um ihre Konkurrenzfähigkeit. Als am Fischmarkt die Leiche eines Reeders gefunden wird, nimmt Kommissar Sebastian Fink die Ermittlungen auf. Seine Recherchen führen ihn zu einem verbitterten Manager, zu einer sportbesessenen Witwe auf dem Land und zu einem verliebten Studentenpaar in St. Pauli. Auch Privat hat Sebastian viel zu tun. Seine Großmutter besucht ihn und konfrontiert ihn mit einem gut gehüteten Familiengeheimnis.

Der adrette Friedrich Dönhoff hat mit Sebastian Fink einen Kommissar erschaffen, der durchaus Wiedererkennungswert hat. Nach „Savoy Blues“ und „Der englische Tänzer“ ist „Seeluft“ der dritte Fall für den Hamburger Kommissar. Dem Kriminalroman liegt ein interessantes Thema zu Grunde. Das Aufeinandertreffen von profitstrebender Wirtschaft und für die Umwelt kämpfende Organisationen bietet genügend Potenzial für einen spannenden Krimi. Leider schöpft hier Dönhoff dieses Potenzial nicht aus. So verläuft die Krimihandlung auf gutem Fernsehvorabendniveau. Außer Sebastian Fink sind die Figuren nicht wirklich bleibende Akteure. Man hat sie schnell wieder vergessen. Somit geht „Seeluft“ auf halber Strecke die Luft aus.

Diogenes, 356 Seiten; 14,90 Euro


Amanda Knoxdaumen rauf

Zeit, gehört zu werden

ZeitgehoertzuwerdenAm 1. November 2007 wurde in Perugia die britische Austauschstudentin Meredith Kercher in ihrer Wohnung vergewaltigt und brutal ermordet. Im Fokus der Ermittlungen stand sofort Merediths amerikanische Mitbewohnerin Amanda Knox. Gemeinsam mit ihrem Freund Raffaele Sollecito und einem Afrikaner soll sie die Bluttat begangen haben. In einem spektakulären Indizienprozess wurde Amanda Knox schuldig gesprochen und zu 26 Jahren Haft verurteilt. Doch die Ermittlungen waren durch schwere Pannen und massive mediale Vorverurteilungen gekennzeichnet. In einem Berufungsverfahren im Oktober 2011 wurde dann die Beweisführung der Anklage verworfen – Amanda war endlich wieder frei und konnte in ihre Heimat ausreisen. In diesem Buch erzählt sie nun ihre Geschichte.

Kaum ein Justizfall hat westliche Medienwelt in den letzten Jahren so beschäftigt, wie die Akte Amanda Knox. Das Buch enthüllt nun die ganze Wahrheit hinter dem Fall. Amanda Knox zeigt auf, wie das Schicksal ihren Weg vorzeichnete. Es hätte einige andere Abzweigungen gegeben, aber sie wurden nicht genommen. So landete Amanda Knox am Ende an diesem Tag in dieser Wohnung. Und wurde am Ende des Mordes beschuldigt. „Zeit, gehört zu werden“ ist eine Lektüre, für die man Zeit haben sollte, denn sie sollte unbedingt gelesen werden. Ein dramatischer Thriller, den das Leben geschrieben hat. Man leidet mit Amanda Knox, kann es nicht verstehen, wie es soweit kommen konnte. Eine Schande für die italienische Justiz. Ein Buch, das weltweit die Bestsellerlisten stürmen wird!

Droemer, 476 Seiten; 19,95 Euro


Waldemar Hartmanndaumen rauf

Dritte Halbzeit – Eine Bilanz

drittehalbzeiteinebilanzWaldemar Hartmann – wer kennt ihn nicht, das über Jahrzehnte lange Aushängeschild des ARD-Sports – bis zu seinem Rausschmiss. Er wurde entweder geliebt oder gehasst. Ein Mann wie er, hat viel zu erzählen. Menschen, die Bedeutung in seinem Leben haben sind u. a. Beckenbauer, Rummenigge, Muhammad Ali, Franz Josef Strauß, Harald Schmidt, Ottfried Fischer und natürlich Rudi Völler, der Waldemar Hartmann eine Privatrente besorgte.
Waldemar Hartmann kann’s nicht nur im Fernsehen, kräftig austeilen, seriös analysieren und immer wieder einen Schenkelklopfer liefern, sondern auch als Autor. Seine Biographie, die Bilanz seines fußballerischen Journalistenlebens, ist gespickt mit Geheimnissen der Sportprominenz und mit Anekdoten aus seiner jahrzehntelangen Arbeit. Ein Buch, das es mit 90 spannenden Fußballminuten aufnehmen kann.

Heyne, 366 Seiten; 19,99 Euro


Dan Wells daumen rauf

Aufbruch – Partials 1

aufbruchPartials, Wesen geschaffen von den Menschen. Unverwundbar. Perfekt, Übermächtig. Doch die Wesen haben die Herrschaft übernommen. Nur wenige Menschen haben überlebt. Auf Long Island, vor den Toren Manhattans, leben sie nun. Die Zeit der Menschheit läuft ab, es wurde seither kein Baby mehr geboren. Es bleibt nur, sich den Partials zu stellen und die Wahrheit über alles zu erfahren.
Ein düsterer und extrem spannender Zukunfts-Thriller! Dan Wells, Autor von Bestseller wie „Ich bin kein Serienkiller“ und „Mr. Monster“ hat mit diesem Roman eine neue Serie gestartet, die aus der Masse aus diesem Genre heraussticht. Wells schafft ein beklemmendes Szenario, bei dem man mitfiebert, aber in das man selbst nie kommen möchte. „Partials 1“ überzeugt. Dan Wells, schnell nachlegen!

IVI, 506 Seiten; 16,99 Euro


Hörbuch der Woche

Corina Bomanndaumen rauf

Der Mondscheingarten

dermondscheingartenAntiquitätenhändlerin Lilly bekommt eine ungewöhnliche alte Geige angeboten: Auf ihrer Unterseite ist eine Rose ins Holz gebrannt. Lilly ist fasziniert von dem alten Instrument und will das Rätsel der Rose unbedingt entschlüsseln. Sie sucht Hilfe bei dem Musikexperten Gabriel. Gemeinsam finden sie heraus, dass die Geige vor über hundert Jahren einer berühmten Violinistin gehörte, die damals plötzlich verschwand. Gebannt vom geheimnisvollen Schicksal der schönen Frau begibt Lilly sich auf deren Spuren, die sie nach Italien und schließlich nach Sumatra führen. Dort findet sie die Lösung des Rätsels und nicht nur das …

Nach ihrem Bestseller großartigen „Die Schmetterlingsinsel“ legte Corina Bomann in diesem Genre nach. „Der Mondscheingarten“ ist so verschlungen geschrieben, wie ein großer Prachtgarten vor einem Schloss angelegt ist. Eine Geschichte die einen wahrlich fesselt! Mit seinen Figuren und der verschlungenen Geschichte um die Rosengeige. Bomann entführt einen in eine vergangene Welt. Prächtig! Elena Wilms liest die Geschichte stimmungsvoll und melodisch. Man merkt ihr die Theater- und Schauspielerfahrung an. Elena Wilms hatte auch schon „Die Schmetterlingsinsel“ gelesen.

Auch als Taschenbuch erhältlich bei Ullstein, 9,99 Euro.

Hörbuch Hamburg, 6 CDs, 454 Minuten; 14,99 Euro

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