Kolumne Nr. 149 vom 04.07.2011

Jussi Adler-Olsendaumen_rauf

Erlösung

Der Hilfeschrei im Inneren einer verwitterten Flaschenpost blieb jahrelang unentdeckt. Dann landet die Botschaft auf Umwegen über Schottland in Dänemark, im Sonderdezernat Q für unaufgeklärte Fälle. Ihre mühsame Entzifferung führt Carl Mørck und seinen Assistenten Assad auf die Spur eines Verbrechens: Der Hilfeschrei, mit menschlichem Blut geschrieben, ist offenbar das letzte Lebenszeichen zweier Jungen, die Jahre zuvor entführt worden waren. Doch wer sind diese Jungen? Warum haben ihre Eltern nie eine Vermisstenanzeige aufgegeben? Sind sie womöglich noch am Leben? Mørck arbeitet sich langsam in dem Fall vor und findet heraus, dass immer noch Kinder entführt und getötet werden. Doch auch hier schweigen die Eltern beharrlich, bis zu einem gewissen Punkt. Mørck und Assad wissen, die Zeit läuft, um den Killer zu finden und die Kinder zu retten …

Jussi Adler-Olsen hat die Erwartungen an seinen dritten Band um Carl Mørck & Co. nicht erfüllt – er hat sie übertroffen! Ein Thriller der absoluten Spitzenklasse! „Erlösung“ ist bisher der beste Fall der Reihe. Das Buch ist wie ein Puzzle aufgebaut. Der Leser muss langsam Stück für Stück zusammensetzen, um das große Ganze zu begreifen. Das Buch endet in einem 80-seitigen Showdown. Elektrisierend! Und Adler-Olsen hat einen perfiden und praktisch unsichtbaren Killer entworfen, der beängstigend gut geschildert ist. Wer war noch mal Henning Mankell? Jussi Adler-Olsen ist der König der nordischen Spannungs-Literatur! Keiner erzeugt mehr Spannung, gewürzt mit der richtigen Prise Humor. Dieser Thriller bringt wahre Erlösung. Der Leser wird durch das Lesen von allen Zeitfenstern und Terminen befreit, denn er findet dafür keine freie Minute mehr. Erst wenn die „Erlösung“ zu Ende ist, ist die Welt um das Buch herum wieder existent. Dieser Thriller haftet wie Kleber an den Händen!

dtv, 588 Seiten; 14,90 Euro

Claus Cornelius Fischerdaumen_runter

Erlösung

Ella Bach, Notärztin in Berlin, findet sich bei einem nächtlichen Routineeinsatz am Schauplatz eines Mordversuchs wieder. Und das schrecklich zugerichtete Opfer – eine junge Französin – verschwindet noch in derselben Nacht spurlos aus der Notaufnahme der Charité. Als Ella am nächsten Tag auch ihren Rettungsassistenten und ehemaligen Liebhaber Max ermordet auffindet, weiß sie, dass ihr Leben in Gefahr ist. Mächtige Feinde stehen ihr gegenüber, die auch die Polizei zu diktieren versteht. Auf Ella wird Jagd gemacht. Auf sich allein gestellt, muss die Notärztin nicht nur ihr eigenes Leben retten, sondern auch die Französin finden. Die Spur führt sie in höchste Kreise der internationalen Bankenwelt ...

Sie lesen richtig, auch dieser Thriller will Erlösung bringen. Anders wie bei Jussi Adler-Olsens neuestem Bestseller, schafft dieser Thriller nur eins: der Leser ist glücklich, wenn er von diesem Buch erlöst ist. Die Ideen zum Buch sind vielseitig und durchaus zu einem guten Thriller zu verarbeiten. Aber bei Fischer geht die Langeweile schon auf Seite 1 los, das schaffen nicht viele Thriller-Autoren. Was amerikanische Thriller-Autoren in vier Sätzen ausreichend erklären, dafür braucht Fischer manchmal zehn Seiten. So ist es kein Wunder, das die ganze Geschichte sehr ermüdend und träge erzählt ist und zudem oft übertrieben in der Handlung und nur leidlich Spannung bietet. Derweil kann Fischer spannende Krimis erzählen, wie er es mit den Büchern um den Amsterdamer Commissaris Bruno van Leeuwen bewiesen hat. Die Hauptfigur, Notärztin Ella Bach, hat bei dem ganzen Gemisch noch die besten Noten verdient. Die anderen Figuren im Buch haben wenig Überzeugungskraft.

Blessing, 525 Seiten; 19,95 Euro

Michael Feeney Callandaumen_raufdaumen_rauf

Robert Redford – Die Biografie

Robert Redford gehört zu den ganz Großen Hollywoods. Sowohl als Schauspieler, Regisseur und Produzent stellte er sein Ausnahmetalent unter Beweis und konnte damit Millionen Menschen bewegen. Das von ihm ins Leben gerufene Sundance Film Festival veränderte die Welt des Films. Dort können junge Filmemacher unabhängig von den großen Studios ihre künstlerische Freiheit präsentieren, und Redford öffnete damit die Türen zu großen Karrieren. Doch wer ist Robert Redford wirklich? Dieser Frage ist Biograph Michael Feeney Callan nachgegangen. Redford gewährte ihm exklusiven Zugang zu privaten Aufzeichnungen, zu Tagebüchern, Korrespondenzen und Drehbuchnotizen. In vielen und ausführlichen Gesprächen hat Redford ihm sein Leben erzählt. Herausgekommen ist dieses Buch, das einen anderen Robert Redford zeigt, wie die Öffentlichkeit ihn kennt.

Michael Feeney Callan bringt einem den schwierigen und verschlungen Charakter des Robert Redford ganz nah. Dafür hat er auch 15 Jahre arbeiten müssen, so lange war die Zeit, die er brauchte, um dieses Buch zu schreiben. Eine Biographie, vor der man sich verneigen muss! Was Michael Feeney Callan hier auf die Beine gestellt hat, um diesem außergewöhnlichen Mann ein Denkmal von einem Buch zu setzten, ist beeindruckend. Robert Redford ist ein eigenwilliger Kerl, eine Koryphäe des Films, ein Hollywoodstar ohne große Allüren, aber mit viel eigenwilligem Verständnis über die Filmindustrie. Das machte ihn nicht nur zu einem der größten Schauspieler der letzten 50 Jahre, sondern auch zu einem außergewöhnlichen Regisseur und unabhängigen Film- und Festivalbetreiber. Ein Buch wie ein Rausch, genauso wie Robert Redfords Leben.

Droemer, 720 Seiten; 22,99 Euro

Daniel Blatmandaumen_rauf

Die Todesmärsche 1944/45

Dieses Buch handelt von den Todesmärschen der KZ-Häftlinge gegen Ende des 2. Weltkriegs. Die Opfer waren zahlreich, es waren Juden, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und politische Häftlinge.
Ein Mammutwerk über ein Thema, das bisher in der Literatur kaum Beachtung fand. Dieses Buch erklärt, macht traurig, zeigt einem, wie auch zum Ende des Krieges ein letztes Massaker verübt wurde. Ein Buch, das in jede Zweite-Weltkrieg-Bibliothek gehört.

Rowohlt, 860 Seiten; 34,95 Euro

John Cheeverdaumen_rauf

Die Lichter von Bullet Park

Bullet Park, im Umland von New York. Die Hammers kaufen sich dort ein Haus und vor allem Paul Hammer stellt schnell fest: Hier ist nichts so wie es scheint.
Was bedeutet es, in den 1960er Jahren in einer amerikanischen Vorstadt zu leben? Der Mann fährt mit dem Zug zur Arbeit, die Frau bleibt zu Hause und kümmert sich ums Heim. Hinter den sauberen Häusern spielen sich ungeahnte Dramen ab. John Cheever entwirft in einer unsentimentalen Sprache ein detailliertes Bild der damaligen Zeit. Für Fans der Kult-Fernsehserie „Mad Man“ ein Buch, dass sie nicht verpassen sollten.

DuMont, 255 Seiten; 19,95 Euro

Hörbuch der Woche

Jodi Picoultdaumen_rauf

Schuldig

Daniel liebt seine 14-jährige Tochter Trixi mehr als sich selbst. Der freiberufliche Comiczeichner schafft für Trixi eine Welt voller Heldengeschichten, während seine Frau Laura an der Universität Karriere macht. Doch das Glück ist oft nur von begrenzter Dauer. Trixi kommt eines Abends vollkommen aufgelöst nach Hause. Ihr Freund und Sportass Jason soll sie auf einer Feier vergewaltigt haben. Ab da an, ist in der Kleinstadt in New England, in der sie leben, nichts mehr wie es war. Alle sehen Trixi nun mit zwei Gesichtern. Sie scheint an allem zu zerbrechen. Auch über seine Frau Laura erfährt Daniel etwas, dass ihn sehr trifft. Dann stirbt Jason unter mysteriösen Umständen. Selbstmord oder Mord? Trixi flieht vor den Konsequenzen der Ereignisse nach Alaska. An einen Ort, der ihrem Vater sehr vertraut ist. Mit diesem Ort verbindet er ein schreckliches Ereignis in seiner Jugend.

Eine Geschichte, die jeden rührt, der Herz und Seele hat. Die Aufarbeitung einer Vergewaltigung einer Jugendlichen. Und seine Folgen, die viele Menschen zu spüren bekommen. Das Jodi Picoult die Gedanken von jungen Erwachsenen einfühlsam aufschreiben kann, hat sie schon oft bewiesen. Mit diesem Roman stellt sie es erneut unter Beweis. Grandios! „Schuldig“ ist mit „Beim Leben meiner Schwester“ und „19 Minuten“ ihr bisher bestes Buch! Und das wiegt bei Jodie Picoult sehr viel, den praktisch jedes ihrer Bücher löst ein Sturm an Gefühlen aus, die der Leser nicht mehr vergisst. Dietmar Wunder, die deutsche Stimme von „James Bond“ Daniel Craig und Spaßkanone Adam Sandler, liest mit seiner sagenhaften Stimme. Wenn er liest, ist das ein Fünf-Sterne-Menü für die Ohren. Dietmar Wunder bietet so viel, mit seiner klangvollen Wunderstimme!

Auch als Hardcover erhältlich bei Piper, 19,95 Euro.

Lübbe Audio, 6 CDs, 415 Minuten; 19,99 Euro

Kolumne Nr. 150 vom 11.07.2011

Lisa Jacksondaumen_rauf

Danger – Das Gebot der Rache

Die Märtyrerinnen des katholischen Heiligenkalenders scheinen einen Serienkiller zu seinen grausamen Morden an jungen Frauen zu inspirieren. Die heilige Johanna von Orléans wurde auf einem Scheiterhaufen verbrannt, die heilige Cecilia mit drei Schwerthieben enthauptet. Genauso verfährt der Killer mit seinen Opfern, die er sich in der Nähe eines College aussucht. Detective Rick Bentz und sein Partner Reuben D. Montoya stehen vor einem Rätsel. Die „verrückte“ Olivia Benchett, die behauptet, die Morde in ihren Visionen und Träumen miterlebt zu haben, ist nun die Einzige, die der Polizei wertvolle Hinweise geben kann …

Ein neuer Fall für Detective Rick Bentz und seinen Kollegen Reuben D. Montoya. Obwohl das nicht so ganz stimmt. Das Buch hat Lisa Jackson bereits 2002 geschrieben, aber es wurde erst jetzt ins Deutsche übersetzt. Es ist der zweite Band der Reihe um das Ermittlerduo, und damit sozusagen die Vorgeschichte zu „Mercy“, der 2010 erschienen ist. Das tut der Qualität des Buches aber keinen Abbruch. „Danger“ schneidet Sie von der Außenwelt ab, Sie werden lesen, bis ihr Herz so schnell schlägt, dass Sie das Buch aus gesundheitlichen Gründen kurz zur Seite legen müssen. Aber nur aus gesundheitlichen Gründen. Und nur kurz! Lisa Jackson versteht es ausgezeichnet, wie auch Karen Rose, einen unerbittlichen Thriller mit romantischen Elementen zu schreiben. Lisa Jacksons nächster Thriller-Kracher!

Auch als Hörbuch erhältlich bei Lübbe Audio, 19,99 Euro.

 

Knaur, 550 Seiten; 14,99 Euro

Wolfgang und Rebecca Hohlbeindaumen_runter

Die Templerin – Das Testament Gottes

A. D. 1184. Der leprakranke Balduin IV., König von Jerusalem, sieht sich dem Ende nahe. Einen direkten Erben hat er nicht, aber viele Neider, nicht zuletzt seine intrigante Mutter Agnes, die die Nachfolgefrage zu ihren Gunsten lösen will. Balduin braucht Hilfe von außerhalb, und so schickt er die Templerin Robin in geheimer Mission nach Deutschland. Im Norden ihres Heimatlandes schließlich stößt sie auf ein Geheimnis von solcher Tragweite, dass sich die Sorgen Balduins dagegen fast schon als nichtig erweisen: Sollte die Welt von dem Geheimnis erfahren, wäre nicht nur das christliche Abendland schwer bedroht.

Wolfgang Hohlbein gehört zu den größten Autoren, die wir in Deutschland haben. Seine Fantasy-Werke haben das Genre geprägt. Zuletzt hat er mit „Infinity“ überzeugt. Auch seine Tochter Rebecca hat Talent. Und nun dieses Buch. Es ist der fünfte Band der „Templerin“-Reihe. Vor allem die ersten drei Bände der Reihe hatten Klasse. Aber schon Band vier zeigte Schwächen und nun dieses lieblose finale Werk, das nahezu jeden Leser der Reihe enttäuschen wird. Da kommt sehr durch, dass Hohlbein ein Dauerschreiber ist. Die guten Ideen fliegen einem nicht täglich zu, hier ist dem Autorenduo nur Müll zugeflogen. Es musste einfach ein weiteres Buch schnellstens die Hohlbein-Schmiede verlassen. Was mit den Figuren passiert, ist für Fans der Reihe unsäglich. Auch hält sich die Spannung sehr in Grenzen. Dieses angekündigte große Finale ist ein riesengroßer Flop!

Heyne, 492 Seiten; 19,99 Euro

Linda Castillodaumen_rauf

Blutige Stille

Painters Mill, Ohio. Sie töteten alle Mitglieder einer Amisch-Familie. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie Plank lebte getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Ein Leben, das keine Sünden und grausamen Taten zulässt. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit? Polizeichefin Kate Burkholder, die selbst eine Amisch-Vergangenheit hat, und ihr Team müssen in diesem grausamen Verbrechen ermitteln.

Linda Castillo hat mit ihrem Debüt-Thriller „Die Zahlen der Toten“ einen Bestseller gelandet. Nun lässt sie den zweiten Fall für Polizeichefin Kate Burkholder und Ermittler John Tomasetti folgen. Wie detailliert und blutig Linda Castillo auf den ersten 60 Seiten die Leichen beschreibt und den blutigen Tathergang versucht zu konstruieren, liest man in der Thriller-Literatur selten. Da stockt einem immer wieder der Atem. Nicht weniger bei der Auflösung des Falls. Das wenig bekannte Leben der Amisch schildert Castillo in diesem Buch sehr anschaulich und spannend. Das macht aus diesem Thriller einen Thriller mit Mehrwert. Das Buch führt einen in den Vorhof der Hölle. Ein sensationeller Thriller, der Sie auch nach der Lektüre noch lange verfolgen wird!

Fischer, 391 Seiten; 8,99 Euro

Henry H. Neffdaumen_rauf

Die Rückkehr des Bösen

Astaroth hat die Weltherrschaft errungen, die Menschheit muss sich ihm unterjochen. Nur für die Rowan-Akademie gilt eine Ausnahmen, dort kann man ungestört leben, solange man sich Astaroths Befehlen nicht widersetzt. Doch für Zauberschüler Max kommt das nicht in Frage. Er tritt gegen das Böse an.
Auch der dritte Streich aus der „Schule der Magier“ über-zeugt! Henry H. Neff bietet dem Leser wieder viel Unge-heuerliches, das so ungeheuer viel Spaß macht zu lesen. Magische Spannung vom ersten Zauber bis zum letzten.

cbj, 623 Seiten; 19,99 Euro

Martin Wehrledaumen_rauf

Ich arbeite in einem Irrenhaus

Deutsche Unternehmen arbeiten nicht mehr effizient, zu diesem Schluss kommt Autor Martin Wehrle. Schlimmer noch, in den Unternehmen geht es tatsächlich oft zu wie in einem Irrenhaus.
Lesen. Augen reiben. Kopf schütteln. Nein, das ist kein Fantasy-Buch, das ist die harte Wirklichkeit in vielen deutschen Firmen. Entscheidungen werden getroffen, die fern jeder Realität sind, aber doch passieren sie Tag ein Tag aus. Der Karriere-Coach Martin Wehrle hat ein Buch geschrieben, über das man lachen könnte, wenn es denn nur ein Roman wäre.

Econ, 283 Seiten; 19,95 Euro

Hörbuch der Woche

Natasa Dragnicdaumen_rauf

Jeden Tag, jede Stunde

Eines Tages, im Kindesalter, begegnen sie sich, Dora und Luka. Sie merken schon da, dass sie ausgezeichnet zu einander passen. Jeder denkt oft an den anderen, bis sie sich nach sechzehn Jahren überraschend in Paris begegnen, sind sie wieder wie die Kinder, die wunderschöne Sommertage am Felsenstrand eines kleinen kroatischen Fischerdorfes verbracht haben. Sofort steht fest: Sie gehören zusammen. Das Schicksal gewährt ihnen drei glückliche Monate. Doch dann fährt Luka allein nach Kroatien und kehrt nicht zu Dora zurück. Droht ihre große Liebe zu scheitern?

„Jeden Tag, jede Stunde“ ist schlicht und ergreifend ein guter und feinfühliger Roman über die große Liebe unseres Lebens! Natasa Dragnic schreibt Sätze, die funkeln wie Regentropfen, wenn die Sonne sie küsst. Eine Liebesgeschichte, die einen bis in die Haarspitzen mitfiebern und mitleiden lässt. Die glücklichen und traurigen Momente reichen sich hier die Hand. „Jeden Tag, jede Stunde“ zeigt, die Liebe ist das größte Abenteuer unseres Lebens! Die eingefleischte Synchron- und Hörbuchsprecherin Cathlen Gawlich, u. a. auch in den Serien „Two and a Half Men“ und „Supernatural“ zu hören, liest ruhig und gefühlvoll. Sie verleiht der Geschichte den richtigen Ton. Sie beherrscht die süßen, genauso wie die bitteren Töne.

Auch als Hardcover erhältlich bei DVA, 19,99 Euro.

Der Audio Verlag, 5 CDs, 429 Minuten; 19,99 Euro

Kolumne Nr. 151 vom 18.07.2011

Anna Reiddaumen_rauf

Blokada – Die Belagerung von Leningrad 1941 – 1944

872 Tage - von September 1941 bis Januar 1944 - kämpfte die Leningrader Bevölkerung gegen die deutsche Wehrmacht, die die Stadt eingeschlossen hatte. Weit über eine Million Menschen kamen in dieser Zeit ums Leben. Die Geschichte der Belagerung Leningrads ist beispielhaft für den unbeugsamen Willen und die heroische Leidensfähigkeit der russischen Bevölkerung. Sie ist ein Mythos geworden. Anna Reid berichtet von den Ereignissen. Sie lässt die Betroffenen oft selbst zu Wort kommen, erzählt von der Inkompetenz, mit der die politisch-militärische Führung in Moskau und Leningrad auf den deutschen Vormarsch reagiert. Und von vielen kleinen Geschichten aus diesen 872 Tagen.

Die Engländerin Anna Reid, Expertin für osteuropäische Geschichte, weißt gleich zu Anfang darauf hin, dass in ihrem Freundeskreis Leningrad und Stalingrad für die gleiche Stadt gehalten wurde und somit auch der verbundene Kampf darum. So denken wahrscheinlich viele. Dem ist aber nicht so. Mit der Belagerung von Leningrad begann Hitler seinen Einmarsch in die Sowjetunion und bereitet damit den langsamen Untergang seiner größenwahnsinnigen Pläne vor. Vor allem erzählt das Buch aber von den Menschen aus Leningrad. Wie sie es von der ersten bis zur letzten Stunde erlebt haben. Anna Reid macht aus diesem Buch ein sehr lebendiges, da viele Zeitzeugen kleine und große Geschichten berichten, von der schweren Zeit die sie erlebt haben. Auch das Versagen der Moskauer Führung ist ein Thema, dem sich Anna Reid widmet. Und noch vielen anderen Geschehnissen rund um die Zeit 1941 – 1944 und die Belagerung von Leningrad. Endlich sind diese wichtigen Ereignisse in so einem fundierten Buch für die Ewigkeit festgehalten. „Blokada“ ist ein wichtiges, aufklärendes und erschütterndes Buch! Geschichtsunterricht hautnah.

 

Berlin Verlag, 587 Seiten; 34,00 Euro

Gaby Hauptmanndaumen_runter

Hängepartie

Carmen hat vor zehn Jahren ihren impotenten Mann fürs Leben gesucht und gefunden, obwohl Sex einer der Grundlagen von Carmens Beziehung bisher war. David hat alles was sie von einem Mann will. Aber David findet Carmen nun nicht mehr ganz so sexy. Und deshalb muss man seinen Mann scharf machen, vielleicht funktioniert es ja dann. Das war auch ein Schnellschuss, also macht sie sich in Zukunft rar. Spontan nimmt sie das Angebot einer Bekannten an und fliegt nach New York. Nicht allein, sondern mit dem charmanten Steffen, der auch nicht ganz zufällig auf diese Reise geht. Und Steffen hat auch eine Überraschung für Carmen parat.

Alle Jahre wieder schreibt Bestseller-Autorin Gaby Hauptmann ein Buch, das zur Schlaftherapie eingesetzt werden kann. Denn jedes neue Buch ist genauso von neuem gähnend langweilig, ohne Feuer und Esprit und vorhersehbar. „Hängepartie“ ist diesmal das Schlafmittel. Es ist die Fortsetzung von Hauptmanns erstem großen Bestseller „Suche impotenten Mann fürs Leben“. Fürs Leben war’s dann nicht, das macht auch den Bestseller von damals hinfällig. Nun weiß man ja, was zehn Jahre später passiert. Und das ist kein Erreger. Und überhaupt, Carmen will mit Mitte 40 verzweifelt Sex von ihrem Mann und dann heult sie sich darüber bei der Freundin aus, anstatt ihr Leben und ihre Ehe zu analysieren, die zuvor ja wohl nur aus wilden rumgemache bestanden hat. Die Frau kann einem nur noch leid tun, während David sich auf Facebook um seine Farm kümmert.

 

Piper, 311 Seiten; 9,95 Euro

Hilary Normandaumen_rauf

Geteilter Tod

Miami Beach. Ein frisch verheiratetes Paar wird tot aufgefunden. Ihre nackten Körper sind auf bizarre Weise zur Schau gestellt. Ein perfektes Paar, in Symmetrie verbunden. Mit Sekundenkleber. Während die Untersuchung von Detective Sam Becket und Alejandro Martinez anläuft, wird ein zweites Paar, junge und erfolgreiche Anwälte, entführt und in einem Aquarium tot aufgefunden. Vereint durch Sekundenkleber. Der Mörder scheint seine Opfer paarweise einem perversen psychologischen Experiment zu unterziehen, bevor er tötet. Bald fürchten Paare in ganz Miami Beach um ihr Leben, während Sam und sein Team einen unsichtbaren Gegner bekämpfen, vor dem niemand sicher ist. Auch nicht Sam und seine Frau Grace.

Seit „CSI Miami“ weiß man, wie attraktiv man in dieser Sonnenstadt morden kann. Das macht sich auch Bestseller-Autorin Hilary Norman zu nutzen. „Geteilter Tod“ ist nach „Grausames Spiel“, „Letzter Weg“ und „Shimmer“ der vierte Band aus der Serie um Detective Sam Beckett und Kollege Alejandro Martinez. In 128 Kapiteln peitscht Hilary Norman den Leser durch diesen knallharten Thriller. Ihr Stil ist schnörkellos und kompromisslos. Ausgefallene Mordmethoden, zwei schlaue Ermittler mit interessanten Privatleben und eine glühende Metropole, das alles macht aus „Geteilter Tod“ einen Thriller, der sich abhebt und einen wach hält. Hilary Norman gehört weltweit zu den herausragenden Thriller-Ladys! Seit über einem Jahrzehnt liefert sie einen starken Thriller nach dem nächsten ab. Wenn sie so weitermacht, wird sie mal in einer Reihe mit Mary Higgins Clark stehen.

 

Bastei Lübbe, 429 Seiten; 8,99 Euro

Boris Kochdaumen_rauf

Der Drachenflüsterer – Das Verlies der Stürme

Drachenflüsterer Ben und seine Freunde kämpfen für die Freiheit der Drachen. Sie verschanzen sich im Verlies der Stürme auf einer kleinen Insel, Von dort versuchen sie die Wahrheit über die Drachen zu verbreiten.
„Die-Drachenflüsterer“-Reihe ist mehr als eine Fantasy-Geschichte für Kids, es enthält so viel Wunderbares, Überraschendes und Faszinierendes. Boris Koch hat den Drachen ein neues Gesicht gegeben – sie versprühen eine humorvolle Energie, die ansteckt. Mit diesem dritten Band schließt Koch die Reihe ab. Tauchen Sie noch mal ab in Kochs Fantasy-Zauberwelt!

 

Heyne, 410 Seiten; 12,99 Euro

Thomas Weberdaumen_rauf

Hitlers erster Krieg

Anhand zahlreicher neuer Quellen zeichnet Thomas Weber ein neues Bild von Hitlers Rolle im Ersten Weltkrieg. Er war kein mutiger Soldat, das Regiment keine Einheit. Kaum einer trat nach dem Krieg der NSDAP bei. Erst infolge der revolutionären Unruhen 1918/19 haben sich die späteren politischen Ansichten geschärft.
Ein Buch, das den Werdegang Hitlers vervollständigt. Klar, deutlich und mit vielen Fakten präsentiert Weber ein Bild von Hitler, das so bisher literarisch nicht erfasst war. Ein bedeutendes Werk der Kriegsliteratur.

 

Propyläen, 585 Seiten; 24,99 Euro

Hörbuch der Woche

Terry Pratchettdaumen_rauf

Das Mitternachtskleid

Für Tiffany Weh, vielversprechende Junghexe im Teenageralter, erweist sich die alltägliche Hexerei als ziemlich anstrengend. Dennoch gibt Tiffany ihr Bestes – bis etwas uraltes Böses aus einem tiefen Schlaf erwacht und mit ihm allerlei alte Schauergeschichten über böse Hexen. Bald kann man sich kaum noch mit einem spitzen Hut auf die Straße wagen. Und als wäre das nicht schon genug Ärger, fängt dieses uralte böse Wesen bald an, gezielt Jagd auf eine ganz spezielle Junghexe zu machen …

Terry Pratchett mit einem spritzig-scharfzüngigen Roman aus seiner fantastischen Scheibenwelt. Er hat damit ein Universum erschaffen, das die Leser seit weit über einem Jahrzehnt mit immer neuen verrückten Einfällen überrascht. Pratchett hat Fantasy in ein anderes Licht gerückt. Dafür gebührt ihm großer Dank. „Das Mitternachtskleid“ ist witzig, kultig, ein überbordender Ideenspringbrunnen. Wie alle Romane aus der Scheibenwelt. Boris Aljinovic beweist mit diesem Hörbuch seine Tausendsassasprachqualitäten. Er jongliert mit seiner Stimme, gibt jeder Figur ein herrliches Gesicht. Mit ihm wird Terry-Pratchett-Literatur zum Hollywood-Breitband-Erlebnis. Zudem ist das Hörbuch mit tollen Geräuschelementen arrangiert.

Auch als Hardcover erhältlich bei Manhattan, 17,99 Euro.

Random House Audio, 4 CDs, 318 Minuten; 19,99 Euro

Kolumne Nr. 152 vom 25.07.2011

John Harveydaumen_rauf

Das Fleisch ist schwach

Detective Inspector Charlie Resnick ist geschieden, hat ein paar Kilos zuviel, bevorzugt saloppe Kleidung, liebt amerikanischen Jazz und seine vier Katzen Dizzy, Miles, Pepper und Bud. Bei seinen neuesten Ermittlungen handelt es sich um einen brutalen Raubüberfall auf ein älteres Ehepaar. Der Täter ist der 15-jährige Nicky. Was hat ihn zu dieser Tat getrieben? Nicky muss vorerst in ein geschlossenes Heim. Eines Morgens findet man ihn erhängt in der Dusche. Selbstmord? Kurz darauf wird der ermittelnde Inspektor Bill Aston erschlagen aufgefunden. Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Toten? Unmittelbar vor seiner Ermordung hatte Aston ein langes Telefonat mit Elizabeth Peck geführt, jener Heimmitarbeiterin, die in Nickys Todesnacht Wachdienst hatte.

John Harvey gehört zu den weltbesten Autoren von Kriminalromanen! Für sein umfangreiches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet. DTV hat es sich zur Aufgabe gemacht, nach und nach sein Gesamtwerk zu veröffentlichen. Ein großes Lob dafür! John Harvey hat viele Krimibestseller geschrieben und Helden erschaffen, einer davon ist Detective Inspector Charlie Resnick. Von ihm sind auf Deutsch bisher folgende Werke erschienen: „Verführung zum Tod“ mit dem die sensationelle Krimireihe 1989 ihren Anfang nahm, dann „Tiefer Schnitt“, „Der Kinderfänger“, „Nebel über dem Flusse“ und der neueste Fall, der 1996 verfasst wurde, „Das Fleisch ist schwach“. Wie immer, ein wahrer Krimi. Milieustudie, akribische Polizeiarbeit, bis ins Detail ausgeleuchtete Figuren wie das Leben sie zeichnet, ein Thema, das unter den Nägeln brennt, auch 15 Jahre nachdem der Roman verfasst wurde, und es zeigt ein England wie es tatsächlich ist – oft grau, trist und wenig einladend. Der perfekte Ort für herausragende Krimis. John Harvey braucht keine effektheischende Spannung, bei ihm ergibt sich die Spannung aus dem, was passiert. Dem Alltag der Figuren und der Polizeiarbeit. John Harvey schreibt Kriminalromane in bester englischer Tradition!

dtv, 415 Seiten; 8,95 Euro

Asta Scheibdaumen_runter

Streusand

Zwei ungleiche Schwestern teilen sich einen Mann; eine Frau wird nach einem Schicksalsschlag obdachlos und findet in einer Streusandkiste Zuflucht; ein Kater namens Glück ist auf der Suche nach einem neuen Zuhause; eine Tandlerin ist auf Gedeih und Verderb zwei Teenagern ausgeliefert: Asta Scheib versucht die Schicksale von Menschen zu erzählen, sie versucht Einsamkeit und Glück literarisch einzufangen, von kurzen Begegnungen und folgenschweren Entscheidungen, von Mädchen, Müttern und Großmüttern, die sich ihren Platz im Leben erobern.

Astas Scheib hat schon einige großartige Bücher geschrieben u. a. „Eine Zierde in ihrem Haus“, „Beschütz mein Herz vor Liebe“ und „Das Schönste was ich sah“. Mit „Streusand“ hat sie einen Erzählband verfasst, der nicht weiß, was er will. Scheib mischt hier kunterbunt Geschichten durcheinander, wie es ihr gerade passt. 16 Geschichtlein auf 126 Seiten, das kann nicht gut gehen. Das Buch hat keinen einhelligen Tenor, wie es bei guten Erzählbänden oft der Fall ist. Hier sind z. B. ein Peter Stamm oder eine Alice Munro zu nennen, deren Erzählbände ein Thema haben mit unterschiedlichen Geschichten dazu. Auch sind die Geschichten in „Streusand“ selbst oft ohne Plan. Was Frau Scheib so eingefallen ist, hat sie aufgeschrieben. Spannend ist nahezu keine Geschichten. So kann man kein Buch schreiben, das ein Leser ernsthaft für Gut empfinden soll. Wenn man etwas positives herausheben will, so sind es die Geschichten „Streusand“, „Eine unmögliche Frau“ und „Tod einer Tandlerin“, die etwas mehr als zwei bis drei Seiten lang sind und wenigstens eine etwas gradlinige Geschichte mit minimalem Spannungsbogen haben.

Hoffmann & Campe, 126 Seiten; 16,95 Euro

Chris Tvedtdaumen_rauf

Niedertracht

Anwalt Mikael Brenne verteidigt den umtriebigen Gangster Hans Mikkelsen vor Gericht. Der Geschäftspartner des Angeklagten zögert mit seiner Aussage. Dann kommt es zu einem spektakulären Wechsel während der Verhandlung. Brenne soll über einen Mittelsmann die Freundin des Zeugen zusammenschlagen haben lassen. Er wird noch im Gerichtssaal verhaftet. Nach einigen Monaten im Gefängnis will fast keiner mehr etwas von ihm wissen und seine Zulassung hat er verloren. Eine befreundete Anwältin bittet ihn, bei ihr als Berater zu arbeiten. Dort nimmt er sich eines alten Falles aus seiner Ex-Kanzlei an, der ihn auf die Insel Vestøy führt. Dort soll er herausfinden, ob Aron Sørensen zwanzig Jahre lang unschuldig wegen Mordes im Gefängnis saß. Brenne stellt mit Schrecken fest, dass die Spur zu jemandem führt, von dem er es nie gedacht hätte …

Chris Tvedt stellt die ausgewogene Mischung zu Norwegens Top-Krimi-Autor Jo Nesbo dar. Nach „Frei von Schuld“, „Auf eigene Gefahr“ und „Tote Freunde“ ist „Niedertracht“ der vierte Fall für Anwalt Mikael Brenne. Er ist ein vielschichtiger Charakter, der den angloamerikanischen Vorbildern in nichts nachsteht. Die Fälle um Mikael Brenne sind sehr niveauvoll. Man erfährt viel über das norwegische Strafrecht, über das Leben in Norwegen und über die stillen Geheimnisse der Menschen. In „Niedertracht“ bekommt Brenne es gleich mit zwei Fällen zu tun, die er lösen muss. Verflucht spannend. Packende Thriller-Lektüre auf höchstem Niveau! Der Norweger und Ex-Anwalt Chris Tvedt ist die europäische Ausgabe von John Grisham und Michael Connelly.

Knaur, 411 Seiten; 8,99 Euro

Susanne Heinrichdaumen_rauf

Amerikanische Gefühle

Die Liebe, ein Ziel, nachdem Frauen und Männer gleichsam streben. Doch wie die Liebe im Alltag auszusehen hat, da sind beide oft ganz anderer Meinung. 12 Geschichten erzählen davon.
Ein Erzählband, der den Liebesbeziehungen zwischen Frauen und Männern auf den Grund geht. Warum funktionieren Beziehungen oft nicht so, wie sich die Partner das voneinander wünschen? Susanne Heinrich gibt in ihren Geschichten eine Vielzahl an Antworten. Susanne Heinrich gehört in Deutschland zu den besten literarischen Talenten!

DuMont, 299 Seiten; 16,99 Euro

G. Willow Wilsondaumen_rauf

Kairo Sunset

Im Koran findet die junge Amerikanerin G. Willow Wilson Antworten auf die wichtigen Fragen des Lebens. Sie geht als Englischlehrerin nach Kairo und erfährt dort viele über Religion und Kultur der Region.
Seit den Aufständen in Ägypten und dem Sturz des Machthabers weiß der Westen schon etwas mehr über das Wesen des Landes. Mit „Kairo Sunset“ kann man sein Wissen noch vertiefen. Man erfährt viel über Land, Kultur, Menschen, Denkweisen und über die Liebe. Wenn Ihnen der Weltbestseller „Eat Pray Love“ gefallen hat, werden Sie auch „Kairo Sunset“ in sich aufsaugen.

Droemer, 331 Seiten; 19,99 Euro

Hörbuch der Woche

Max Landorffdaumen_rauf

Der Regler

Gabriel Tretjak ist der Regler. Im Auftrag seiner Klienten greift er in ihre Biographie ein, legt sich an ihrer Stelle mit dem Schicksal an. Seine Preise sind hoch, seine Methoden bedienen sich wissenschaftlicher Erkenntnisse von der Psychologie bis zur Gehirnforschung. Seine Geschäftsgrundlage ist die Sehnsucht der Menschen, dass am Ende alles gut ausgeht, egal, wie verfahren eine Situation ist. Dann wird die Leiche eines renommierten Hirnforschers gefunden, dem die Augen ausgeschält wurden. Das erste Opfer eines Mörders, dessen Spuren alle auf Tretjak hinweisen. Er versucht, das Unheil noch abzuwenden, aber er wird aus der Bahn geworfen. Er verliebt sich auch noch. Schnell wird klar, dass die Morde ihr Motiv in Gabriel Tretjaks Vergangenheit haben. Und die kann nicht einmal der Regler regeln.

Der Top-Five-Thriller der „Spiegel“-Bestsellerliste – internationales Format, Made in Germany! Max Landorff entwirft ein ungeheuer geheimnisvolles und bedrohliches Szenario aus Wissenschaft, Psychologie und kaltblütigem Thriller. „Der Regler“ ist wohl einer der überraschendsten Thriller dieses Jahres! Bei einer internationalen Verfilmung könnte die Rolle des Gabriel Tretjak Daniel Craig übernehmen. Er wäre wie gemacht für diesen Part. Entschlossenheit und Tiefe zeichnen die Figur aus. Sprecher Detlef Bierstedt regelt auch alles. Mit seiner Stimme regelt er, dass Sie nur dieses Hörbuch hören wollen und nichts mehr anderes. Er liest diesen Thriller mit seiner volumig-eleganten Stimme präzise scharf wie ein Fleischermesser.

Auch als Hardcover erhältlich bei Scherz, 13,95 Euro.

Argon Hörbuch, 6 CDs, 473 Minuten; 19,95 Euro